Der GroKo-Song

Veröffentlicht: 19. Dezember 2013 von roger in Gedichte
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Komm, lasset uns der Angie Georg Elser sein,
damit es endet ihr bald tausendjährjes Reich.
Komm lassen wir dem Kabinett die frischen Winde rein,
es könnt ja sein, sie zögen ab zugleich.

Die Krieg wird busig van der Leyen:
Erst kommt der Totschuss, dann verzeihen.
Natürlich nur für jene, die verstorben,
es könnt ja sein, dass sie uns sonst ermorden.

Also trallala, also hopsassa,
die große Koalitse war zur Krönung da.
Sie hat die Katzentische eingebunden
und mondverliebte Kater brav gefunden …

Komm, lasset uns der Angie Georg Elser sein,
damit es endet ihr bald tausendjährjes Reich.
Wer herrscht in Deutschland wohl allein,
wir sind erst still, kauft uns derselbe Scheich.

Also trallala, also hopsassa …

spring doch

Veröffentlicht: 15. November 2013 von roger in Gedichte
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das leben:
du stehst auf einem sprungturm
auf dem brett
hinter dir zwei verfolger
einer davon
droht auf dich zu schießen
der andere beginnt
dein brett zu zersägen
wenn du nach unten schaust
entdeckst du den erfolg
des dritten
fast alles wasser aus dem becken
ist schon abgelassen

sieh es filosofisch
eines tages
lernte die menschheit
zu fliegen
heute
bist du dran
also spring und
bewege die arme

Aus Schaden klug?

Veröffentlicht: 30. Oktober 2013 von roger in Gedichte

Wie oft grinst dichs Bereuen an:
So hättest du nicht handeln sollen.
Ob man das ungeschehen machen kann?
Umsonst ist Selbstmitleid und Grollen
auf das, was besser ungeschehen wäre.
Die Klugheit meint, nimm es als Lehre.

Oh wunderbar! Die Welt ist voller Lehren,
die deine Fehler dir geschenkt.
Wie wärst du dumm, wenn alle ungeschehen wären,
oder zu welchen andern hätt das Schicksal dich gelenkt?
Du kannst nun Andern weise raten,
meidet meine Fehlertaten.

Sie werdens trotzdem tun vielleicht,
denn lang hat dein Bereuen nicht gereicht.

nicht verstummt

Veröffentlicht: 21. September 2013 von Admin in Gedichte
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Bald ist die Stimme abgegeben,
bald hab ich keine mehr,
Vielleicht kann ich dann leichter leben,
mach ich mirs nicht so schwer.

Sie wird erdrückt im Urnenkasten
von noch viel dümmeren als ihr.
Wann säumte ich es auszurasten,
mich zu wehren, sagt es mir.

Ich hol mir meine Stimme wieder.
Denn ohne Zweifel: Ich bin ich.
Ich kotze weiter Lebenslieder,
und warne jeden ewiglich.

Man kann auch Hundeschnauzen packen
in jenen schmalen Urnenschlitz
Doch reichts noch nicht, die Welt zu knacken,
doch wahr ich mir den Mutterwitz.

verguckt

Veröffentlicht: 21. Juli 2013 von roger in Gedichte
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Sie schrieb so gefühlvoll Gedichte
all der Schmalz war wie siedendes Fett
und ne happy ending Geschichte
wär in Praxi vielleicht auch ganz nett
also fragt sie, was ich drüber wohl düchte,
ob ich passte als Heißer im Bett.

Ich bin zu ner Andern geflüchtet,
hab verlegen sie schüchtern geküsst.
Doch die hat ganz begeistert berüchtet,
dass sie drüber n Roman schreiben müsst.

Ach wohin soll ich nur bei den Frauen
schauen.

Selbstlos

Veröffentlicht: 9. Juli 2013 von roger in Gedichte

Der alte Hofhund
hätte gern einmal
zartes Hühnerfleich gefressen
allein
die Federn störten im Maul
und überhaupt indessen.

So erklärte er den Hennen
die letzte Mode
mit der sie jeden Hahn
zum Hüpfen brächten
sei federlos nackt sich darzubieten
und sollten sich rupfen zu Nächten

Dem Hahn aber
erklärte er
die Hennen möchten wohl
krank sein da sie sich
ausrissen woran
sie als Hennen zu erkennen
Er solle sie meiden wenn
es ihn nicht auch erwischen solle
und auf keinen Fall krähen und rennen

Dem Bauern aber
erkärte der alte Hofhund
der Hahn sei krank
weil er die Hennen
ihrer Federn beraubt habe
und ihm gebühre Dank

Am nächsten Tag
fuhr der Bauer los
neue Hühner und einen
neuen Hahn auf dem Schoß
Der Hofhund aber
ließ sich herab
das gefährliche Fleisch zu
entsorgen.
Wie mutig von ihm
vielleicht stürbe er morgen.

Pickel steht auf (Schluss)

Veröffentlicht: 2. Juli 2013 von roger in romatische Jugendprosa

In einem enormen Zeitraffer erfasste den Jungen, der sich Pickel gerufen wusste, eine Metamorphose zum Jungmann namens Ben B. Mochten Mädchen auch über den Rest an ihm geteilter Meinung sein … Vor seiner erregt-erregenden Männlichkeit empfanden sie also Ehrfurcht, also zumindest Furcht. In diesem Moment war ein neuer Macho geboren.
Was? Wer das glauben soll?
Stimmt. An der Stelle müsste die Geschichte erst beginnen. Aber man stelle sich vor, jetzt ginge sie so weiter, dass aus dem Pickel-Benjamin ein vorstadtbekannter Entblößer geworden wäre – wäre das nicht traurig?
Oder was könnte denn noch aus ihm geworden sein? Vielleicht ist er zur alten Rolle zurückgeschrumpft, kaum wieder zurück in der alten Umgebung. Eigentlich doch schade, oder?
Oder eines der drei Mädchen ist noch einmal umgekehrt und hat die Rolle übenommen, die Ben den Ameisen zugedacht hatte? Kitschig, oder?
Schweigen wir also darüber, wie es weiter ging und denken uns unsren Teil.
Wenn wir an jener Stelle vorüber wandern und den Ameisenhaufen am Rande der Lichtung entdecken, halten wir Abstand. Was immer sich die Krabbler dort erzählen, sollte ihr Geheimnis bleiben. Ihres und das von einem Jungen, den seine unkameadschaftlichen Klassenkameraden zum Pickel erklärt hatten …