Selbstlos

Veröffentlicht: 9. Juli 2013 von roger in Gedichte

Der alte Hofhund
hätte gern einmal
zartes Hühnerfleich gefressen
allein
die Federn störten im Maul
und überhaupt indessen.

So erklärte er den Hennen
die letzte Mode
mit der sie jeden Hahn
zum Hüpfen brächten
sei federlos nackt sich darzubieten
und sollten sich rupfen zu Nächten

Dem Hahn aber
erklärte er
die Hennen möchten wohl
krank sein da sie sich
ausrissen woran
sie als Hennen zu erkennen
Er solle sie meiden wenn
es ihn nicht auch erwischen solle
und auf keinen Fall krähen und rennen

Dem Bauern aber
erkärte der alte Hofhund
der Hahn sei krank
weil er die Hennen
ihrer Federn beraubt habe
und ihm gebühre Dank

Am nächsten Tag
fuhr der Bauer los
neue Hühner und einen
neuen Hahn auf dem Schoß
Der Hofhund aber
ließ sich herab
das gefährliche Fleisch zu
entsorgen.
Wie mutig von ihm
vielleicht stürbe er morgen.

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